Ein Mensch, der dem Herrn dient, soll aber nicht streiten, sondern allen freundlich begegnen. Er darf sich nicht provozieren lassen, sondern muss die Gegner verständnisvoll auf den rechten Weg weisen. Vielleicht gibt Gott ihnen die Gelegenheit zur Umkehr und lässt sie zur Besinnung kommen, sodass sie die Wahrheit erkennen. 2 Timotheus 2,24-25
Jonas saß allein auf dem Schulhof. Seitdem sein Vater im Gefängnis war, machten sich die anderen Jungen über ihn lustig. Sie beschimpften ihn und sagten, er würde auch im Gefängnis landen. Ihre Worte verletzten Jonas. Er wollte ihnen genauso unfreundlich antworten, aber er wusste, dass das nicht richtig wäre.

Es überraschte Jonas, als sich Tom zu ihm setzte. Tom hatte sich heute auch schon über ihn lustig gemacht. "Jonas, ich habe dich beobachtet", sagte Tom. "Du wirst nie böse, wenn wir über dich lachen. Genau genommen bist du sogar nett zu uns. Ich habe gesehen, wie du Florian geholfen hast, seine Bücher aufzuheben, als sie ihm vor ein paar Tagen hinuntergefallen waren. Warum machst du das?"
"Weißt du", sagte Jonas, "ich weiß, dass es Gott gefällt, wenn ich freundlich zu anderen bin, auch wenn sie unfreundlich zu mir sind. Ich bin Christ, und Gottes Geist, der in mir lebt, hilft mir, freundlich zu sein."
Gott brachte die Frucht der Freundlichkeit in Jonas' Leben hervor. Anstatt wütend zu werden, zeigte er Freundlichkeit. Die Bibel sagt: Seid stattdessen freundlich und mitfühlend zueinander und vergebt euch gegenseitig, wie auch Gott euch vergeben hat" (Epheser 4,32).